Graziella Mimic

Work­force Manage­ment leicht gemacht

11. 02. 2025

Lesedauer: 6 Minuten

Fach­kräf­te­man­gel, digi­ta­le Trans­for­ma­ti­on und der demo­gra­fi­sche Wan­del stel­len Men­schen in vie­len Berei­chen vor gro­ße Her­aus­for­de­run­gen – so auch in Per­so­nal­ab­tei­lun­gen. Die Soft­S­el­ect Stu­die HR-Soft­ware 2024/2025 zeigt, wie sich mit moder­nen Soft­ware­lö­sun­gen ein erfolg­rei­ches Work­force Manage­ment und nicht zuletzt Mit­ar­bei­ter­en­ga­ge­ment sowie ‑Bin­dung sichern las­sen.

Unter­neh­men haben es heu­te nicht leicht. Die Digi­ta­li­sie­rung, der Man­gel an Fach­kräf­ten und die demo­gra­fi­sche Ent­wick­lung brin­gen sie nicht sel­ten in eine schwie­ri­ge Lage. Für sie gilt es, nicht nur die Mit­ar­bei­ter­bin­dung, das Enga­ge­ment und die Zufrie­den­heit der Mit­ar­bei­ter zu för­dern, son­dern auch die Arbeit­ge­ber-Attrak­ti­vi­tät und die Wett­be­werbs­fä­hig­keit auf dem Arbeits­markt nach­hal­tig zu stär­ken.

HR-Lösun­gen für ein gelun­ge­nes Work­force Manage­ment

Dabei soll­ten sie meh­re­re Aspek­te berück­sich­ti­gen. So sind laut der Exper­ten vom Ham­bur­ger Markt­for­schungs- und Bera­tungs­haus Soft­S­el­ect der soge­nann­te Cor­po­ra­te Pur­po­se – also der höhe­re Sinn und Zweck eines Unter­neh­mens –, hybri­de Arbeits­mo­del­le, Stra­te­gien zur Per­so­nal­ent­wick­lung und eine posi­ti­ve, inno­va­ti­ons­freu­di­ge Unter­neh­mens­kul­tur die Vor­aus­set­zun­gen für ein moti­vie­ren­des und pro­duk­ti­ves Arbeits­um­feld. Der geziel­te Ein­satz von HR-Lösun­gen stel­le mit daten­ba­sier­ter Ent­schei­dungs­un­ter­stüt­zung und geziel­ten Bewer­tungs­in­stru­men­ten nicht nur wich­ti­ge Wei­chen für ein erfolg­rei­ches Work­force Manage­ment, son­dern schaf­fe zudem neue Frei­räu­me für mehr Effi­zi­enz und Pro­duk­ti­vi­tät. Im Rah­men sei­ner Soft­Trend Stu­die HR-Soft­ware 2024/2025 hat Soft­S­el­ect 121 HR-Lösun­gen von 90 Anbie­tern auf Herz und Nie­ren geprüft, um zu eru­ie­ren, wel­che Funk­ti­ons­be­rei­che von HR-Lösun­gen heu­te zum Stan­dard gehö­ren – und wo Unter­neh­men auf Spe­zi­al­lö­sun­gen zurück­grei­fen soll­ten.

Dem aktu­el­len „Sta­te of the Glo­bal Work­place 2024“ Bericht des US-Markt­for­schungs- und Bera­tungs­un­ter­neh­mens Gal­lup nach, bei dem über 128.000 Beschäf­tig­te in 145 Län­dern zu Füh­rungs­kul­tur, emo­tio­na­le Bin­dung an den Arbeits­platz, Stress und Lebens­be­wer­tung befragt wur­den, lan­det Deutsch­land im euro­päi­schen Ver­gleich ledig­lich auf dem 20. Platz. Knapp die Hälf­te aller euro­päi­schen Län­der beur­teil­ten die Arbeits­platz­si­tua­ti­on zudem schlech­ter als im Vor­jahr, in Deutsch­land habe die Zufrie­den­heit mit 8 Pro­zent­punk­ten am stärks­ten abge­nom­men.

Wäh­rend­des­sen wer­de die Work-Life-Balan­ce kri­ti­scher wahr­ge­nom­men. So fühl­ten sich 37 Pro­zent der deut­schen Beschäf­tig­ten vom Arbeits­stress aus­ge­brannt. Ins­be­son­de­re der Arbeits­kräf­te­man­gel mache den Arbeit­neh­men­den zu schaf­fen, die ihn kom­pen­sie­ren müss­ten. „Das belas­tet nicht nur das Arbeits­kli­ma, son­dern wirkt sich auch nega­tiv auf die Pro­duk­ti­vi­tät, Arbeits­platz­zu­frie­den­heit und die Gesund­heit der Beschäf­tig­ten aus“, erklärt Micha­el Gott­wald, Geschäfts­füh­rer der Soft­S­el­ect GmbH. „Der Wett­be­werb um qua­li­fi­zier­te Arbeits­kräf­te ist in vie­len Sek­to­ren nach wie vor kri­tisch, zumal bereits viel­fach die ein­fa­chen und gän­gi­gen Recrui­ting Maß­nah­men aus­ge­schöpft wer­den. Die För­de­rung einer posi­ti­ven Unter­neh­mens­kul­tur und kon­ti­nu­ier­li­cher Lern­mög­lich­kei­ten ste­hen dar­um ver­mehrt im Fokus.“

Um die eige­ne Work­force zu schüt­zen, die Mit­ar­bei­ter mit Per­so­nal­ent­wick­lungs­maß­nah­men geziel­ter zu för­dern und die Mit­ar­bei­ter­zu­frie­den­heit über alle Pha­sen des Mit­ar­bei­ter-Life­cy­cles zu ver­bes­sern, sei­en laut Gott­wald Mit­ar­bei­ter­be­fra­gun­gen ein gutes Instru­ment: „Sie sind ein effek­ti­ves Werk­zeug, um wert­vol­le Impul­se für die stra­te­gi­sche HR-Arbeit etwa über Arbeits­zu­frie­den­heit, Work-Life-Balan­ce, Kar­rie­re­ent­wick­lungs­mög­lich­kei­ten und all­ge­mei­nem Enga­ge­ment zu sam­meln und so die Bedürf­nis­se, Anlie­gen und Wün­sche der Mit­ar­bei­ter bes­ser für HR-Stra­te­gien nutz­bar zu machen.“ Ins­be­son­de­re bei kom­ple­xen Ver­än­de­rungs­pro­jek­ten, etwa im Zuge der digi­ta­len Trans­for­ma­ti­on oder der Ein­füh­rung neu­er Arbeits­mo­del­le, sei­en sie hilf­reich, um Blo­cker zu iden­ti­fi­zie­ren, Chan­ge-Pro­zes­se zu unter­stüt­zen und Inves­ti­tio­nen in die Work­force und Digi­ta­li­sie­rung abzu­si­chern.

„Ins­be­son­de­re bei kom­ple­xen Ver­än­de­rungs­pro­jek­ten, etwa im Zuge der digi­ta­len Trans­for­ma­ti­on oder der Ein­füh­rung neu­er Arbeits­mo­del­le, sind Mit­ar­bei­ter­be­fra­gun­gen hilf­reich, um Blo­cker zu iden­ti­fi­zie­ren, Chan­ge-Pro­zes­se zu unter­stüt­zen und Inves­ti­tio­nen in die Work­force und Digi­ta­li­sie­rung abzu­si­chern.“

MICHAEL GOTTWALD, Geschäfts­füh­rer der Soft­S­el­ect GmbH

Feed­back-Sys­te­me ein­set­zen

Der Exper­te weiß es: Um effek­ti­ve Per­so­nal­stra­te­gien daten­ba­siert zu steu­ern, leis­ten Peo­p­le Ana­ly­tics und Feed­back-Sys­te­me gute Diens­te. Moder­ne HR-Soft­ware ver­setzt Unter­neh­men in die Lage, indi­vi­du­el­le Kar­rie­re­pfa­de stra­te­gisch zu pla­nen, fle­xi­ble Arbeits­mo­del­le zu för­dern und die Mit­ar­bei­ter­zu­frie­den­heit durch kon­ti­nu­ier­li­ches Feed­back zu erhö­hen. Auf der Basis eines geziel­ten Ver­ständ­nis­ses der Bedürf­nis­se und beruf­li­chen Zie­le der Mit­ar­bei­ter las­sen sich per­so­na­li­sier­te Schu­lungs- und Ent­wick­lungs­pro­gram­me erar­bei­ten, die nicht nur dar­auf abzie­len, spe­zi­fi­sche Fähig­kei­ten zu ver­bes­sern, son­dern auch Qua­li­fi­ka­ti­ons­lü­cken zu schlie­ßen. Dies trägt dazu bei, das Poten­zi­al der Mit­ar­bei­ter bes­ser aus­zu­schöp­fen und sie opti­mal im Sin­ne der Unter­neh­mens­zie­le ein­zu­set­zen.

Vie­le Vor­tei­le

Ein per­so­na­li­sier­ter Ansatz för­dert nicht nur das Enga­ge­ment und die Moti­va­ti­on der Beleg­schaft, son­dern stei­gert auch die Gesamt­pro­duk­ti­vi­tät und das Leis­tungs­ni­veau im Unter­neh­men, wie die Stu­di­en­ver­fas­ser es erläu­tern. Gleich­zei­tig wer­de eine Unter­neh­mens­kul­tur der offe­nen Kom­mu­ni­ka­ti­on und des kon­ti­nu­ier­li­chen Ler­nens eta­bliert. Mit­ar­bei­ter­feed­back-Sys­te­me erlaub­ten nicht nur wert­vol­le Ein­bli­cke in die Bedürf­nis­se und Erfah­run­gen der Mit­ar­bei­ter, son­dern lie­fer­ten auch kon­kre­te Daten, mit denen der Erfolg von Maß­nah­men und Ent­wick­lungs­pro­gram­men auf ver­schie­de­nen Ebe­nen ana­ly­siert und bewer­tet wer­den kön­ne.

Durch den Ein­satz von Peo­p­le Ana­ly­tics las­sen sich schließ­lich fun­dier­te, daten­ba­sier­te Ent­schei­dun­gen tref­fen, sehen die Soft­S­el­ect-Exper­ten einen wei­te­ren Vor­teil: „Unter­neh­men kön­nen den Fort­schritt und die Effek­ti­vi­tät ihrer Per­so­nal­stra­te­gien kon­ti­nu­ier­lich über­wa­chen, indem sie bei­spiels­wei­se die Aus­wir­kun­gen von Schu­lun­gen und Ent­wick­lungs­maß­nah­men auf Mit­ar­bei­ter­leis­tung und ‑zufrie­den­heit im Zeit­ver­lauf mes­sen.“ Dies schaf­fe eine soli­de Grund­la­ge für zukunfts­ori­en­tier­te Ent­schei­dun­gen und stel­le sicher, dass Per­so­nal­res­sour­cen gezielt und effi­zi­ent ein­ge­setzt wer­den, um lang­fris­ti­gen Unter­neh­mens­er­folg zu sichern.

Die in der aktu­el­len Soft­S­el­ect Stu­die HR-Soft­ware 2024/2025 unter­such­ten HR-Lösun­gen bie­ten Anwen­der­un­ter­neh­men ein brei­tes Lösungs- und Funk­ti­ons­an­ge­bot. So bil­den 84 Pro­zent der Anbie­ter Per­so­nal­ma­nage­ment-Funk­tio­nen ab und 78 Pro­zent von ihnen stel­len ein inte­grier­tes HR-/ Mit­ar­bei­ter­por­tal bereit. Wäh­rend 71 Pro­zent der unter­such­ten Lösun­gen über Per­so­nal­ent­wick­lungs­funk­tio­nen ver­fü­gen, bie­ten ledig­lich 49 Pro­zent der Anbie­ter inte­grier­te Mit­ar­bei­ter­be­fra­gungs-Funk­tio­nen an – eine Lücke, die häu­fig über exter­ne Lösun­gen geschlos­sen wer­den muss.

Trotz der hohen Rele­vanz für Unter­neh­men bie­ten laut der Stu­die ledig­lich 49 Pro­zent der Lösun­gen eine eige­ne Per­so­nalab­rech­nung an – dies auf­grund restrik­ti­ver Vor­ga­ben und eines hohen Pfle­ge­auf­wan­des. Eine Work­flow-Unter­stüt­zung zur Pla­nung und Steue­rung von Abläu­fen ermög­lich­ten 86 Pro­zent der Lösun­gen und ein inte­grier­tes Doku­men­ten­ma­nage­ment für eine revi­si­ons- und DSGVO-kon­for­me Archi­vie­rung könn­ten etwa zwei von drei Lösun­gen vor­wei­sen.

Die Berei­che Bewer­ber­ma­nage­ment und Recrui­ting kön­nen der Unter­su­chung nach immer­hin noch 66 Pro­zent, Zeit­wirt­schaft 62 Pro­zent, Per­so­nal-Con­trol­ling 59 Pro­zent, Skill­ma­nage­ment 54 Pro­zent und Talent­ma­nage­ment noch 54 Pro­zent anbie­ten. Die Berei­che Per­so­nal­ent­wick­lung sowie Per­so­nal­ein­satz­pla­nung wür­den eben­falls von mehr als der Hälf­te aller Lösun­gen abge­deckt. Eini­ge Anbie­ter ver­füg­ten zudem über spe­zi­el­le Lösun­gen und Modu­le für das Rei­se­kos­ten­ma­nage­ment (48 Pro­zent), die Fuhr­park­ver­wal­tung (34 Pro­zent) und das E‑Learning (18 Pro­zent).

Einen umfas­sen­den Über­blick zu den ein­zel­nen Lösungs­an­bie­tern im HR-Bereich sowie aus­führ­li­che Infor­ma­tio­nen zur Soft­Trend Stu­die HR-Soft­ware 2024/2025 fin­den inter­es­sier­te Leser unter http://www.softselect.de/hr-studien.

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