Graziella Mimic

Mit­tels MDS-Ana­ly­se zur effi­zi­en­ten Dru­cker­flot­te

19. 07. 2024

Lesedauer: 5 Minuten

Laut Umfra­gen fehlt in vie­len Orga­ni­sa­tio­nen der Über­blick dar­über, wer was wann und wie viel druckt. Eini­ge Dru­cker sind über­las­tet, ande­re unter­for­dert. Wie die opti­ma­le Flot­te für ein Unter­neh­men aus­se­hen soll­te, fin­det die MDS-Ana­ly­se her­aus. Wie eine sol­che durch­ge­führt wird und was dabei zu beach­ten ist, erläu­tert im Gespräch mit FACTS San­dra Angen­endt-Schlo­ter, Abtei­lungs­lei­te­rin Kun­den­ana­ly­se und Lösungs­de­sign bei TA Tri­umph-Adler.

FACTS: Was ist eine MDS-Ana­ly­se?

San­dra Angen­endt-Schlo­ter: MDS steht für Mana­ged Docu­ment Ser­vices. Eine MDS-Ana­ly­se unter­sucht die bestehen­de Dru­cker­flot­te eines Unter­neh­mens, einer Behör­de oder einer ande­ren Insti­tu­ti­on und lei­tet dar­aus Emp­feh­lun­gen für ein opti­mier­tes Flot­ten­ma­nage­ment ab.

FACTS: Ist der Bedarf nach einer sol­chen Ana­ly­se sehr hoch?

Angen­endt-Schlo­ter: Unter­su­chun­gen bestä­ti­gen, dass es in vie­len Orga­ni­sa­tio­nen kei­nen Über­blick dar­über gibt, wer was wann und wie viel druckt. Wich­ti­ge Kenn­zah­len wie Aus­las­tung, Nut­zungs­ver­hal­ten, Druck­vo­lu­men oder Ein­satz­ge­bie­te sind unbe­kannt. Ver­deck­te Kos­ten, etwa durch ver­meid­ba­re Stör­fäl­le oder hohen Strom­ver­brauch, wer­den nicht erfasst. Das ändert die MDS-Ana­ly­se. Sie ver­schafft Unter­neh­men, Behör­den und sons­ti­gen Insti­tu­tio­nen die not­wen­di­ge Trans­pa­renz hin­sicht­lich der Struk­tur und der Leis­tung der eige­nen Dru­cker­flot­ten.

FACTS: Wel­che kon­kre­ten Vor­tei­le beschert die MDS-Ana­ly­se?

Angen­endt-Schlo­ter: In der Pra­xis zeigt sich, dass sich bis zu einem Drit­tel der Druck­os­ten durch eine geziel­te MDS-Ana­ly­se ein­spa­ren lässt. Dar­über hin­aus beginnt mit ihr oft der Ein­stieg ins digi­ta­le Doku­men­ten­ma­nage­ment. Ein wich­ti­ges Ziel der MDS-Ana­ly­se liegt dar­in, ein tie­fe­res Ver­ständ­nis der Pro­zes­se zu erlan­gen und so Schwach­stel­len und Ver­bes­se­rungs­po­ten­zia­le zu iden­ti­fi­zie­ren.

„In der Pra­xis zeigt sich, dass sich bis zu einem Drit­tel der Druck­os­ten durch eine geziel­te MDS-Ana­ly­se ein­spa­ren lässt. Dar­über hin­aus beginnt mit ihr oft der Ein­stieg ins digi­ta­le Doku­men­ten­ma­nage­ment.“

San­dra Angen­endt-Schlo­ter,
Abtei­lungs­lei­te­rin Kun­den­ana­ly­se und Lösungs­de­sign bei TA Tri­umph-Adler



FACTS: Wie wird eine MDS-Ana­ly­se durch­ge­führt?

Angen­endt-Schlo­ter: Die MDS-Ana­ly­se besteht aus drei Schrit­ten – der eigent­li­chen Ana­ly­se, dem dar­auf auf­bau­en­den Kon­zept und der Umset­zung. Im ers­ten Schritt wird die Ist-Situa­ti­on erfasst: Wo ste­hen wel­che Büro­dru­cker und Mul­ti­funk­ti­on­s­prin­ter (MFP)? Wel­che Scan­ner, Kopie­rer und Fax­ge­rä­te gibt es? Wo ste­hen die­se Gerä­te? Wer küm­mert sich um Ver­brauchs­ma­te­ria­li­en wie Toner? Unse­re TA-Ana­lys­ten begin­nen die MDS-Ana­ly­se damit, durch die ein­zel­nen Büros zu gehen und alle Out­put-Sys­te­me zu erfas­sen. Bei der Ana­ly­se sehen sich die Exper­ten auch die IT-Umge­bung an, in der die­se Gerä­te betrie­ben wer­den. Dabei wird bei­spiels­wei­se erör­tert, ob und wie Mobi­le Prin­ting mög­lich ist. Ein zwei­ter, fes­ter Bestand­teil ist die kauf­män­ni­sche Ist-Ana­ly­se, im Rah­men derer die gesam­te Kos­ten­struk­tur – etwa Inves­ti­ti­ons­kos­ten und Ser­vice­kos­ten – erfasst wird.

Das ist die Pflicht. Die Kür moder­ner Mana­ged Docu­ment Ser­vices nimmt die Pro­zes­se in Augen­schein. Die Abläu­fe sol­len schlan­ker, schnel­ler und effi­zi­en­ter wer­den. Des­halb sind Unter­neh­men gut bera­ten, in Gesprä­chen mit der Beleg­schaft zu klä­ren, wie zufrie­den sie mit den Gerä­ten sind. So lässt sich her­aus­fin­den, wo es der­zeit Pro­ble­me gibt – und wie die­se sinn­voll zu besei­ti­gen sind.

FACTS: Was sieht der zwei­te Schritt vor?

Angen­endt-Schlo­ter: Aus den gewon­ne­nen Erkennt­nis­sen wird ein Kon­zept für die opti­ma­le Dru­cker­flot­te erstellt und die­ses mit den Pro­jekt­ver­ant­wort­li­chen im jewei­li­gen Unter­neh­men abge­stimmt. Die­ses Kon­zept für Hard- und Soft­ware und die damit ver­knüpf­ten Ser­vices legt die Zie­le fest, zeigt die Wege dort­hin und lie­fert die not­wen­di­gen Mess­kri­te­ri­en.

Im Kon­zept wird her­aus­ge­ar­bei­tet, wie vie­le Gerä­te benö­tigt wer­den und wo sie ste­hen sol­len. Zugleich wird eine Stra­te­gie fest­ge­legt, um den mög­li­chen Wild­wuchs an Model­len kurz- bis mit­tel­fris­tig zu besei­ti­gen. Zu einem vali­den Kon­zept zählt auch, die Sicher­heits­ein­stel­lun­gen der Mul­ti­funk­ti­ons­dru­cker zu opti­mie­ren und die Lager­kos­ten für Zube­hör, wie Toner­kar­tu­schen, zu ver­rin­gern. Ser­vice­leis­tun­gen des Flot­ten­ma­nage­ments wie Moni­to­ring, Toner­stands­mel­dun­gen und ‑bestel­lun­gen, Kos­ten­stel­len­ab­rech­nun­gen sowie Wartungs‑, Zäh­ler­stands- und Feh­ler­mel­dun­gen las­sen sich bequem aus­la­gern, etwa an die Betrei­ber von Dru­cker­flot­ten.

FACTS: Und schließ­lich?

Angen­endt-Schlo­ter: Im drit­ten und letz­ten Schritt erfolgt die kon­kre­te Umset­zung. Ent­schei­det sich ein Unter­neh­men dafür, sei­nen Gerä­te­park samt Ser­vice­pa­ket zu opti­mie­ren, über­gibt das MDS-Team an die Spe­zia­lis­ten, die das pas­sen­de Lösungs­pa­ket für effi­zi­en­te­re Pro­zes­se im Doku­men­ten­ma­nage­ment im Rah­men des erstell­ten Haupt­kon­zep­tes imple­men­tie­ren.

Mög­lich ist es dann, den gesam­ten „Lebens­zy­klus“ von der Erfas­sung über die Ver­ar­bei­tung bis hin zur Archi­vie­rung von Doku­men­ten abzu­de­cken. Dabei wer­den digi­ta­le und ana­lo­ge Work­flows mit­ein­an­der ver­zahnt. Mul­ti­funk­ti­ons­dru­cker als Brü­cke zwi­schen ana­lo­ger und digi­ta­ler Arbeits­welt fun­gie­ren dabei weni­ger als Out­put- denn als Input-Schnitt­stel­le. Soll bedeu­ten: Statt Papier aus­zu­dru­cken (Out­put), neh­men MFP ver­mehrt Infor­ma­tio­nen aus Papier­do­ku­men­ten auf, die elek­tro­nisch wei­ter­ver­ar­bei­tet wer­den (Input). For­mal umfasst die Umset­zung vor allem die Instal­la­ti­on von Gerä­ten, die Imple­men­tie­rung von Soft­ware und eine Schu­lung der Beleg­schaft.

FACTS: Unter­neh­men und Orga­ni­sa­tio­nen kön­nen also von einer MDS-Ana­ly­se unge­mein pro­fi­tie­ren …

Angen­endt-Schlo­ter: Die MDS-Ana­ly­se spart Kos­ten und sor­tiert über­flüs­si­ge Sys­te­me aus. Repa­ra­tur­an­fäl­li­ge Gerä­te wer­den ersetzt. Die im Netz­werk instal­lier­te Soft­ware kennt alle Gerä­te der Dru­cker­flot­te und erfasst Kenn­zah­len wie Aus­las­tung, Nut­zungs­ver­hal­ten oder Druck­vo­lu­men. Ser­vices kön­nen an spe­zia­li­sier­te Anbie­ter ver­ge­ben wer­den, um die (Kosten-)Effizienz zu stei­gern. . So sorgt die MDS-Ana­ly­se für eine opti­mal zusam­men­ge­stell­te und betreu­te Dru­cker­flot­te, ver­läss­li­che und aktu­el­le Kenn­zah­len sowie eine Ent­las­tung bei Res­sour­cen und Kos­ten. So kön­nen sich die IT-Ver­ant­wort­li­chen auf ihr Kern­ge­schäft kon­zen­trie­ren.

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