Digi­ta­le Ord­nung statt Akten­wand: von Papier­ber­gen zu smar­ten Work­flows

1. 10. 2025

Lesedauer: 7 Minuten

Smar­te Datei­en erset­zen meter­lan­ge Akten­rei­hen: Bei S+D Metals gehört die Suche auf rie­si­gen Archiv­flä­chen der Ver­gan­gen­heit an. Statt­des­sen gehen digi­ta­le Pro­zes­se Hand in Hand mit ana­lo­gen Arbeits­ab­läu­fen. Das Herz der Lösung: Ein indi­vi­du­ell ent­wi­ckel­ter Work­flow mit Hard­ware von Canon, dem DMS The­r­e­fo­re und der Scan-Lösung uni­F­LOW Online. Für die Ent­wick­lung und Umset­zung des Pro­jekts zeich­net der Canon-Part­ner KCI Group aus Ham­burg ver­ant­wort­lich.

S+D Metals zählt zu den füh­ren­den euro­päi­schen Lager­hal­tern für Hoch­leis­tungs­werk­stof­fe für ver­schie­de­ne Bran­chen: Die Luft- und Raum­fahrt­tech­nik, der Medi­zin­be­reich, die Auto­mo­bil- und Motor­rad­in­dus­trie sowie der Ener­gie­sek­tor bezie­hen Titan, Nickel- und Kobalt­le­gie­run­gen sowie Son­der­edel­stäh­le aus dem Hau­se S+D Metals. Neben der Zen­tra­le in Stel­le bei Ham­burg betreibt das Unter­neh­men eine Nie­der­las­sung in Düs­sel­dorf sowie Ver­triebs­bü­ros in wei­te­ren euro­päi­schen Län­dern.

Digi­ta­le Effi­zi­enz statt Papier­ar­chiv

Die inter­na­tio­na­le Struk­tur mach­te eine Digi­ta­li­sie­rung der Doku­men­ten-Work­flows unver­zicht­bar. Mit­ar­bei­ten­de aus ver­schie­de­nen Nie­der­las­sun­gen benö­ti­gen Zugriff auf die­sel­ben Doku­men­te sowie standort­über­grei­fen­de Infor­ma­tio­nen über Auf­trä­ge und Pro­jek­te. Lan­ge ging man dafür den manu­el­len Weg, scann­te Unter­la­gen ein und ver­schick­te sie per E‑Mail an die zustän­di­gen Per­so­nen.

Bis­her bedeu­te­te das: Doku­men­te wur­den ein­ge­scannt und per E‑Mail ver­schickt, wäh­rend die Ori­gi­na­le in Archi­ven lager­ten. „S+D Metals gibt es seit 1997“, erläu­tert Mar­ke­ting Mana­ge­rin Bahar Lüls­dorf. „Dem­entspre­chend gro­ße Men­gen bean­spruch­ten Lager­flä­che.“ Ange­sichts einer Auf­be­wah­rungs­pflicht von bis zu 30 Jah­ren in einer feu­er­fes­ten, doku­men­ten­si­che­ren Abla­ge wuchs der Platz­be­darf ste­tig an – was das Archiv nicht gera­de über­sicht­li­cher mach­te. Thors­ten Küh­le, Auf­trags­ab­wick­lung und Pro­zess­steue­rung bei S+D Metals, erin­nert sich: „Es erwies sich als her­aus­for­dernd, auf älte­re Auf­trä­ge in kur­zer Zeit zuzu­grei­fen, etwa, um eine Rech­nung nach­zu­lie­fern. Die manu­el­le Suche kos­te­te viel Zeit und Auf­wand – heu­te dau­ert sie nur noch Sekun­den.“

Um die­se Opti­mie­rung zu errei­chen, schal­te­te sich die KCI Group ein: Der IT-Dienst­leis­ter und Canon-Gold­part­ner ist auf maß­ge­schnei­der­te Digi­ta­li­sie­rungs­pro­jek­te spe­zia­li­siert, ins­be­son­de­re in Bran­chen, in denen kom­ple­xe, indi­vi­du­el­le Lösun­gen gefragt sind – so wie in der Fer­ti­gungs­in­dus­trie.

Beim Scan-Pro­zess zäh­len Details für einen rei­bungs­lo­sen, flot­ten Work­flow; etwa ein schnel­les Ent­klam­mern oder die ein­deu­ti­ge Mar­kie­rung bereits digi­ta­li­sier­ter Unter­la­gen.“

Frank Dem­bach, Infor­ma­ti­on Manage­ment und Ent­wick­lung bei KCI

Papier­ber­ge adé

Der Ist-Zustand, den Jan Braun, Ver­trieb, sowie Frank Dem­bach, Infor­ma­ti­on Manage­ment und Ent­wick­lung bei der KCI Group, vor­fan­den: Eine 15 Meter lan­ge Akten­ord­ner-Wand, allein aus dem lau­fen­den Geschäfts­jahr. Rund 25.000 Doku­men­te aus ver­schie­de­nen Jahr­gän­gen lager­ten ins­ge­samt im Archiv – und sie alle soll­ten digi­ta­li­siert wer­den.

„Der Fla­schen­hals ist nicht der Scan­ner“, betont Frank Dem­bach. „Hier bie­tet Canon eine Viel­zahl an sehr schnel­len Lösun­gen an, mit denen sich gro­ße Men­gen ruck­zuck digi­ta­li­sie­ren las­sen. Wich­tig ist auch der Scan-Pro­zess, den Unter­neh­men im Vor­feld pla­nen soll­ten. Hier zäh­len Details für einen rei­bungs­lo­sen, flot­ten Work­flow – wie etwa ein schnel­les Ent­klam­mern oder die ein­deu­ti­ge Mar­kie­rung bereits digi­ta­li­sier­ter Unter­la­gen.“

Die Digi­ta­li­sie­rung der Bestands­ak­ten war bei S+D Metals aller­dings erst der Anfang, schließ­lich soll­te auch in Zukunft der Platz­be­darf für archi­vier­te Papie­re mög­lichst gering blei­ben. Das Ziel: Aus­gangs­be­le­ge soll­ten direkt digi­tal im Archiv lan­den, ohne dass ein Aus­druck not­wen­dig wird.

Prä­zi­si­on in jeder Hin­sicht: Ob auf ana­lo­gem Weg, ergänzt durch einn QR-Code, oder mit­hil­fe der neu­en Digi­tal­lö­sung, auch im Lager­be­reich von S+D Metals funk­tio­niert die Über­ga­be von Unter­la­gen rei­bungs­los.

Bewähr­te Work­flows auf dem Prüf­stand

Was sim­pel klingt, ist das Ergeb­nis eines struk­tu­rier­ten, durch­dach­ten Work­flows, an dem sich Manage­ment und Mit­ar­bei­ten­de von S+D Metals gleich­be­rech­tigt betei­lig­ten. Thors­ten Küh­le blickt zurück: „Es galt, bestehen­de Pro­zes­se zu prü­fen und zu ver­ein­fa­chen: Wel­chen Weg neh­men die Doku­men­te im Haus, wo sind Kon­trol­len not­wen­dig? Wel­che Pro­zes­se las­sen sich durch die Digi­ta­li­sie­rung ein­spa­ren, um den Pro­zess für alle Betei­lig­ten ein­fa­cher und schnel­ler zu machen?“

So war das Pro­jekt die Gele­gen­heit, die Aktua­li­sie­rungs­mög­lich­kei­ten bei Auf­trags­än­de­run­gen grund­le­gend zu über­ar­bei­ten. Für das klei­ne, aber enorm wich­ti­ge Detail steht im Doku­men­ten­ma­nage­ment-Sys­tem The­r­e­fo­re eine Schnitt­stel­le zur Ver­fü­gung, über die Doku­men­te aus der Waren­wirt­schaft auto­ma­tisch in das DMS gelan­gen – stets mit dem aktu­el­len Akten­stand und in Echt­zeit.

Digi­tal und ana­log gehen Hand in Hand

Im Ver­lauf der Umstel­lung kris­tal­li­sier­te sich her­aus, dass die Arbeits­ab­läu­fe im Hau­se S+D Metals eine voll­stän­di­ge Digi­ta­li­sie­rung aller Doku­men­te nicht zulie­ßen. Das betraf zum Bei­spiel die Über­ga­be von Unter­la­gen von der Ver­wal­tung in den Lager­be­reich, wo Schutz­aus­rüs­tung das Bedie­nen von Com­pu­tern prak­tisch unmög­lich macht. Für man­che Abläu­fe war der ana­lo­ge Weg wei­ter­hin nötig, ergänzt durch einen QR-Code-basier­ten Scan-Pro­zess. „Dar­über las­sen sich alle not­wen­di­gen Daten am Ende des Tages wie­der dem Archiv zufüh­ren“, erklärt Jan Braun.

Mit­be­stim­mung: Game­ch­an­ger für gelun­ge­ne Pro­jek­te

So ging es bei S+D Metals nicht um den Mythos papier­lo­ses Büro, son­dern viel­mehr um papier­ar­mes Arbei­ten: „Hand­schrift­li­che Noti­zen sind nach wie vor mög­lich. Sie wer­den ein­ge­scannt und in der digi­ta­len Akte abge­legt. Ande­re Beschäf­tig­te erzeu­gen direkt ein PDF und legen das ab. Jeder hat sei­nen Weg und wir haben alle Optio­nen der digi­ta­len Spei­che­rung offen­ge­hal­ten“, berich­tet Küh­le.

Ohne die Akzep­tanz der Mit­ar­bei­ter gelin­gen sol­che Pro­jek­te nicht. Ein Schlüs­sel war es, klar­zu­ma­chen, dass wir Arbeits­er­leich­te­run­gen statt Mehr­auf­wand errei­chen wer­den.“

Thors­ten Küh­le, Auf­trags­ab­wick­lung und Pro­zess­steue­rung bei S+D Metals

Eben die­se Offen­heit erwies sich als Game­ch­an­ger für das gesam­te Pro­jekt – des­sen Gelin­gen nicht zuletzt von der Koope­ra­ti­on der Mit­ar­bei­ten­den abhing. „Für uns war es wich­tig, uns nach den Beschäf­tig­ten zu rich­ten, sie nach ihrer Mei­nung zu fra­gen und kei­ne Pro­zes­se von oben auf­zu­drü­cken“, hebt Dem­bach her­vor. Die Stra­te­gie wur­de zum Teil der Erfolgs­sto­ry. In Kom­pe­tenz­teams wirk­ten Mit­ar­bei­ten­de unter­schied­li­cher Alters­klas­sen und IT-Wis­sens­stän­de inten­siv an der Umset­zung mit – was auch dazu führ­te, dass weni­ger Anpas­sun­gen nach dem Roll-out not­wen­dig waren.

„Ohne die Akzep­tanz der Mit­ar­bei­ter gelin­gen sol­che Pro­jek­te nicht“, betont Küh­le. „Wir haben gemein­sam über­legt, wie sich Pro­zes­se ver­bes­sern und ver­ein­fa­chen las­sen. Ein Schlüs­sel zum Gelin­gen war es, klar­zu­ma­chen, dass wir Arbeits­er­leich­te­run­gen statt Mehr­auf­wand errei­chen wer­den.“

Die Lösung im Detail

Die Scan-Hard- und Soft­ware bil­det bei S+D Metals heu­te eine smar­te Ein­heit. Mul­ti­funk­ti­ons­sys­te­me und Scan­ner von Canon arbei­ten mit dem Scan-Manage­ment-Sys­tem uni­F­LOW Online für die Steue­rung und Opti­mie­rung der Scan­pro­zes­se. Dahin­ter steht das Doku­men­ten­ma­nage­ment-Sys­tem The­r­e­fo­re, mit dem die Spei­che­rung, Inde­xie­rung und Archi­vie­rung erfolgt.

Heu­te erfas­sen die Mit­ar­bei­ten­den ein­ge­hen­de Papier­do­ku­men­te inner­halb von Sekun­den. Anschlie­ßend ver­ar­bei­tet Uni­F­low Online die Daten wei­ter, erkennt Tex­te auto­ma­tisch, trennt, falls not­wen­dig, mehr­sei­ti­ge Doku­men­te und über­gibt sie revi­si­ons­si­cher an The­r­e­fo­re. Auf die dort gespei­cher­ten Infor­ma­tio­nen grei­fen alle berech­tig­ten Mit­ar­bei­ter standort­über­grei­fend zu. Das Anfer­ti­gen von Kopien oder das Ein­tau­chen in archi­vier­te Papier­ber­ge ist damit end­gül­tig obso­let. Dank der Voll­text­su­che erschei­nen benö­tig­te Doku­men­te bin­nen Sekun­den auf dem Bild­schirm.

Indi­vi­du­el­le The­r­e­fo­re-Lösung für die Ein­satz­pla­nung

Manch­mal sind es klei­ne Din­ge, die eine gro­ße Wir­kung auf Abläu­fe und Kos­ten haben. Und so war es mit der Erfas­sung des Archivs und der Ein­füh­rung des neu­en Doku­men­ten-Work­flows Sachen Digi­ta­li­sie­rung und Opti­mie­rung nicht getan. Dank einer Funk­ti­on im The­r­e­fo­re-DMS opti­mier­te S+D Metals auch die Ein­satz­pla­nung.

Über das Dash­board las­sen sich der Auf­trags­sta­tus und die Aus­las­tung der Mit­ar­bei­ter heu­te in Echt­zeit beob­ach­ten, und zwar auch, wenn die dafür not­wen­di­gen Daten in Papier­form vor­lie­gen. Der Kern der Lösung: S+D Metals ver­kauft über­wie­gend nach Gewicht. Dafür befin­den sich im Lager meh­re­re mit jeweils zwei Mit­ar­bei­tern besetz­te Waa­gen. Auf­trä­ge aus The­r­e­fo­re las­sen sich direkt an die­se Teams zuwei­sen. Das Dash­board zeigt an, wo sich ein Auf­trag gera­de befin­det und wer ihn bear­bei­tet. Die Trans­pa­renz sorgt für kur­ze Wege, Rück­fra­gen las­sen sich ohne Umwe­ge an das zustän­di­ge Team rich­ten. Die Effek­te: Sowohl die Aus­las­tung der Beschäf­tig­ten als auch der Maschi­nen ist sehr exakt plan­bar, Leer­läu­fe und Auf­trags­spit­zen sind pas­sé. „Die gleich­mä­ßi­ge Aus­las­tung stei­gert die Arbeits­ef­fi­zi­enz und zugleich die Zufrie­den­heit der Mit­ar­bei­ter“, sagt Küh­le.

Schlan­ke­re Pro­zes­se, zufrie­de­ne Mit­ar­bei­ten­de

Heu­te prä­gen effi­zi­en­te Work­flows, kur­ze Ent­schei­dungs­we­ge und eine trans­pa­ren­te Kom­mu­ni­ka­ti­on den All­tag bei S+D Metals. Auch die Zusam­men­ar­beit mit KCI ver­lief rei­bungs­los. „Ideen und Lösun­gen wur­den von allen Sei­ten sehr schnell umge­setzt und, falls not­wen­dig, ange­passt“, betont Küh­le. Das Leit­mot­to „keep it simp­le“ erwies sich als Erfolgs­re­zept: Aus einem kom­ple­xen Archiv­pro­blem ent­stand eine ganz­heit­li­che Digi­ta­li­sie­rungs-Lösung, die Effi­zi­enz­stei­ge­rung und Mit­ar­bei­ter­zu­frie­den­heit ver­eint.

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